Experten aus Theorie und Praxis informieren über Bildungswege und berufliche Perspektiven auf Arabisch, Dari und Deutsch
Mehrsprachiges Bildungsforum für junge Flüchtlinge

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Mehrsprachiges Bildungsforum für junge Flüchtlinge

Experten aus Theorie und Praxis informieren über Bildungswege und berufliche Perspektiven auf Arabisch, Dari und Deutsch

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Die Organisatoren des Bildungsforums: Prof. Dr. Sarshar vom Deutsch-Iranischen Akademikerbund und Frau Rogacka von der Arbeitsgemeinschaft selbstständiger Migranten e.V.

Experten aus Theorie und Praxis informieren über Bildungswege und berufliche Perspektiven auf Arabisch, Dari und Deutsch

Welcher Bildungsweg führt zu welchem beruflichen Ziel? Darüber konnten sich am 9. November junge Migrantinnen und Migranten der Beruflichen Schule für Medien und Kommunikation sowie der Beruflichen Schule City Nord mit ihren Eltern und BetreuerInnen informieren. Initiiert und vorbereitet wurde dieses Bildungsforum vom Deutsch-Iranischen Akademikerbund (diab) in Kooperation mit der Arbeitsgemeinschaft selbstständiger Migranten e.V. (ASM) und der KAUSA Servicestelle in Hamburg. „Mit diesem Projekt wollen wir junge Migrantinnen und Migranten erreichen, die mit dem hiesigen Bildungssystem noch nicht vertraut sind“, sagt Prof. Kamyar Sarshar von diab. „Für die Jugendlichen mit geringen Deutschkenntnissen, stellt die frühzeitige berufliche Orientierung zeitgleich zum Spracherwerb eine besondere Herausforderung da – in dieser wichtigen Phase wollen wir sie unterstützen.“ Gemeinsam mit Kolleginnen und Kollegen beider Schulen sowie zwei Dolmetschern wurde die ganztägige Veranstaltung erstmalig in Hamburg, in den modernen Räumlichkeiten der Beruflichen Schule für Medien und Kommunikation im Eulenkamp, durchgeführt.

Ausführungen zum Schul- und Bildungssystem. Dolmetscher übersetzen für alle Schüler und Schülerinnen auf Arabisch und Dari.

 

In einem einführenden Vortrag über das Bildungssystem in Hamburg wurden die möglichen schulischen Abschlüsse vorgestellt: ESA (erster allgemeinbildender Schulabschluss), MSA (mittlerer Schulabschluss) und Abitur sowie mögliche Wege in Ausbildung und Studium.

Themenschwerpunkt nach der gemeinsamen Mittagspause war das Duale System der Berufsausbildung. Praktiker aus verschiedenen Berufen und Branchen berichteten aus ihrem Berufsalltag und beschrieben seine Anforderungen. Auch hier übersetzten Dolmetscher ins Arabische und auf Dari.

Ausbildungsberuf ‚Maler und Lackierer’: Profis geben Einblick in die Praxis.

Vorgestellt wurden Berufe aus dem handwerklichen und technischen Bereich, dem Gesundheitswesen, dem Handel- und Dienstleistungssektor sowie der Tourismusbranche. Flüchtlingsnetzwerke, die Handelskammer Hamburg und die zentrale Anlaufstelle Anerkennung informierten im persönlichen Gespräch über die Anerkennung ausländischer Zeugnisse und Berufsabschlüsse sowie Aufenthaltstitel. Auch die Jugendberufsagentur (JBA), der Deutsch-Iranische Akademikerbund und die Arbeitsgemeinschaft selbstständiger Migranten waren für individuelle Fragen vor Ort.

Bei den Schülerinnen und Schülern hinterließ die Veranstaltung viele positive Eindrücke und Erkenntnisse: „Das hilft mir, um eine Entscheidung zu treffen.“, „Nach den verschiedenen Berufsvorstellungen ist meine Berufswahl klarer geworden.“, „Ich habe viele Informationen durch das Bildungsforum bekommen.“,Ich schlage vor, dass auch zukünftige Schüler diese Erfahrung machen“, „Die Auskünfte haben mich sehr bereichert.“

 

Über diab |Deutsch-Iranischer Akademikerbund e.V.

Der Deutsch-Iranische Akademikerbund e.V. (diab) ist ein gemeinnütziger Verein mit Sitz in Hamburg. Als Zusammenschluss aus AkademikerInnen fördert der Bund die Bildung von MigrantInnen, unabhängig von Herkunft, Nationalität und Konfession. Das soziale Engagement umfasst Bildungsforen, Angebote zur Berufsorientierung und Bildungspatenschaften. Außerdem werden regelmäßig öffentliche Fachvorträge und  Gesprächsrunden organisiert, die auch fachfremden TeilnehmerInnen offen stehen.

http://diab.de/

Über ASM /Arbeitsgemeinschaft selbstständiger Migranten e.V.

Die Arbeitsgemeinschaft selbstständiger Migranten e.V. (ASM)  ist ein 2007 von Unternehmern mit Migrationshintergrund gegründeter gemeinnütziger Verein.  Die Arbeitsgemeinschaft unterstützt in mehreren Projekten Jugendliche mit Migrationshintergrund / junge Geflüchtete am Übergang Schule-Ausbildung. Sie informiert zugwanderte Betriebsinhaber zum Thema Ausbildung mit dem Ziel, sie als Ausbildungsbetrieb zu gewinnen. ASM berät und begleitet auch Existenzgründungswillige mit Migrationshintergrund auf ihrem Weg in die Selbstständigkeit.

http://www.asm-hh.de/

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