Ein Blick über den schulischen Tellerrand
Q-Woche erweitert Horizont

Zurück

Q-Woche erweitert Horizont

Ein Blick über den schulischen Tellerrand

von Benjamin Baumann

Aus dem neuen pädagogischen Konzept, das im letzten Jahr erstmalig umgesetzt wurde, wird nun gelebte Praxis und Tradition. Auch in diesem Jahr sind wir bei der Vorbereitung für die Qualifizierungs (kurz: Q) -Woche wieder mit der Absicht ans Werk gegangen, auf die einzelnen Interessen und Bedürfnisse der Schülerinnen und Schüler aller Jahrgänge einzugehen. Es ist uns wieder gelungen, Angebote zu schaffen, die sowohl Spaß machen als auch der Weiterentwicklung jedes Einzelnen dienen.

Auch in diesem zweiten Q-Wochendurchgang hatten wir ein breites Angebot, das die unterschiedlichsten Interessenbereiche abdeckt:

  • In einem (cloudbasierten) Unternehmensplanspiel haben die Schülerinnen und Schüler hautnah miterlebt, was es bedeutet, komplexe Entscheidungen als Geschäftsführer zu treffen. In 6 Spielperioden mussten Mitarbeiter eingestellt oder entlassen werden, der Werbeetat festgelegt werden, Forschungs- und Entwicklungsmittel festgelegt und eine Preisstrategie umgesetzt werden. Leider hatte die erfolgreichste Geschäftsführung am Ende der 6 Perioden nur 20.000 € Gewinn gemacht, aber die Erfahrungen sind unbezahlbar.
  • Im Projekt „Q-Woche for Future“ beschäftigten sich die Jugendlichen kreativ und kritisch mit verschiedenen Umweltthemen. Neben einem Klimaquizz , einer Exkursion in den Hafen mit Vortrag zu Schiffsemissionen (siehe Foto: Sönke Diesener vom NABU Hamburg) und einer klimaneutralen Fahrradtour, haben sich die Schülerinnen und Schüler mit Upcycling auseinandergesetzt und sind kreativ geworden. Stiftehalter und Wattepad-Döschen aus altem Milchkarton und Tragetaschen aus T-Shirts sind nur einige Ideen, was man mit ausgemusterter Verpackung oder Kleidung so alles anstellen kann. Zu guter Letzt wurde der persönliche ökologische Fußabdruck bestimmt. Eine sensibilisierende Woche im Zeichen der Farbe Grün liegt hinter den Teilnehmenden, die ebenso abwechslungsreich und kurzweilig wie erkenntnisreich war.
  • Für all die Macher und Organisatoren war das Projekt „Planung eines Schulturniers“ gedacht. Die Idee war es, dem guten alten Stuhltanz neues Leben einzuhauchen und ihm eine Turnierbühne zu verschaffen. Zunächst war Probespielen und Regelanpassung angesagt, um das Spiel überhaupt mannschaftstauglich zu  machen. Danach wurde das Turnier geplant: Wann findet es statt? Wie gestalten wir die Sporthalle am Turniertag? Wer macht den Schiedsrichter? Wie rühren wir die Werbetrommel? All diese Fragen mussten im Lauf der Woche beantwortet werden. Die Turniervorbereitungen sind noch in vollem Gange und wir freuen uns auf die Umsetzung noch in diesem Halbjahr!
  • Im eigens entwickelten Projekt "SWOT - Yes, we can" wurde mit Blick auf eine Zukunfts- und Berufsorientierung der bisherige, individuelle Werdegang analytisch beleuchtet. Um mehr über die Persönlichkeit und das Agieren in Gruppen zu erfahren, besuchte die Gruppe den Escape Room auf der Cap San Diego – und dank der tollen Teamleistung haben es auch alle wieder nach draußen geschafft.
  • Licht ins Dunkel der Welt der Zahlen brachte das Projekt "Analytische Geometrie", das sich großer Beliebtheit erfreute. Hier konnten sich die Schülerinnen und Schüler ohne Notendruck den Herausforderungen der Mathematik, aber auch ihren individuellen Problemen mit der Mathematik stellen.
  • In diesem Jahr fuhren einige unserer Schülerinnen und Schüler in die Goethestadt Weimar. Dort verlebten sie drei intensive und kulturelle Tage und wandelten auf den Spuren von Goethe, Schiller, Wieland und Herder durch die Weimarer Klassik.
  • Bei Exkursionen in den Tierpark Hagenbeck bekamen die Kursteilnehmenden interessante Einblicke in biologische Arbeitsfelder und gewannen unerwartete Erkenntnisse beim Beobachten von Pavian, Tiger und Co. – über die Tiere und über sich selbst.

Auch in diesem Jahr, waren unsere Schülerinnen und Schüler für die Angebote der Q-Woche sehr aufgeschlossen. Das Lernen und Agieren nach eigenen Neigungen und Interessen, ohne Eile und Leistungsdruck,empfanden alle als willkommene und wohltuende Abwechslung im Schulalltag. Allerdings wurde auch deutlich, dass die Teilnehmenden schulisch und privat häufig so ausgelastet sind, dass ihnen die ganz große Begeisterung und Energie zur intensiven Auseinandersetzung manchmal fehlte.

Zurück

© Berufliche Schule City Nord