KI-Champion aus der BS28
// Wirtschaftsgymnasium
von Anna Danger
Am 24. März 2026 fand bei uns erneut der jährliche Ethiktag statt – ein besonderer Projekttag, der ganz im Zeichen gesellschaftlicher Verantwortung, kritischer Reflexion und neuer Perspektiven steht. Über 600 Schüler*innen nahmen an insgesamt mehr als 30 Workshops teil, die sowohl in der Schule als auch an außerschulischen Lernorten in ganz Hamburg durchgeführt wurden.
Vielfalt an Themen und Lernorten
Die Bandbreite der angebotenen Workshops war auch in diesem Jahr beeindruckend. Sie reichte von sozialen und medizinischen Themen wie dem Besuch im Kinderhospiz Sternenbrücke oder der Auseinandersetzung mit der Psychiatrie Ochsenzoll bis hin zu historischen Einblicken auf dem Ohlsdorfer Friedhof.
Darüber hinaus beschäftigten sich viele Gruppen mit aktuellen ethischen Fragestellungen:
Umwelt- und Nachhaltigkeitsthemen (z. B. Greenpeace, solidarische Landwirtschaft, Umweltrallye)
Medizinethik (z. B. Organspende, Pränataldiagnostik, Experimente an Menschen)
Gesellschaft und Medien (z. B. Social Media, KI & Ethik)
kulturelle und religiöse Perspektiven (z. B. Weltreligionen, Dialog im Dunkeln)
Auch kreative und praxisnahe Formate wie Theater, Filmprojekte oder interaktive Rallyes ermöglichten einen besonders anschaulichen Zugang zu ethischen Fragestellungen.
Theaterprojekt und gemeinsames Erleben
Ein besonderes Highlight des diesjährigen Ethiktages war das Theaterstück „Die war nicht so“, das im Rahmen eines Präventionsprojekts in der Aula aufgeführt wurde. Die Aufführung wurde im Vorfeld im Klassenverband vorbereitet und thematisierte eindrucksvoll Fragen von Vorurteilen, Ausgrenzung und Zivilcourage.
Im Anschluss an die Vorstellung hatten die Schülerinnen die Möglichkeit, mit den Schauspielerinnen ins Gespräch zu kommen. In dieser Nachbesprechung konnten Eindrücke reflektiert, Fragen gestellt und persönliche Perspektiven eingebracht werden – ein wichtiger Beitrag zur vertieften Auseinandersetzung mit dem Thema. Ein besonderer Moment war zudem der Besuch von Cem Ali Gültekin (ehemaliger Schüler und Pate unserer Schule im Rahmen des Projekts „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“). Der Austausch bot den Schüler*innen die Gelegenheit, sich direkt mit Fragen von Diskriminierung, Verantwortung und gesellschaftlichem Engagement auseinanderzusetzen und die Bedeutung von Zivilcourage im Alltag zu reflektieren.
Lernen durch Begegnung und Erfahrung
Ein zentrales Ziel des Ethiktages ist es, Lernen außerhalb des klassischen Unterrichts zu ermöglichen. Viele Workshops setzten daher bewusst auf Begegnungen mit Expertinnen oder Betroffenen. So konnten die Schülerinnen nicht nur theoretisches Wissen erwerben, sondern auch persönliche Eindrücke sammeln und neue Blickwinkel kennenlernen.
Ein weiteres Beispiel für praxisnahe Einblicke ist ein Workshop in Kooperation mit dem Kirchlichen Dienst in der Arbeitswelt (KDA), bei dem Fragen von Gerechtigkeit, Arbeitswelt und Verantwortung im Mittelpunkt standen. Solche Angebote zeigen, wie eng ethische Fragestellungen mit dem eigenen Leben und der Gesellschaft verbunden sind.
Austausch, Diskussion und neue Perspektiven
Neben den Exkursionen wurde auch in der Schule intensiv gearbeitet: In Diskussionsrunden, Gruppenarbeiten und Projekten setzten sich die Schüler*innen mit komplexen ethischen Themen auseinander – etwa anhand von Filmen wie „Die Tribute von Panem“ oder aktuellen gesellschaftlichen Debatten.
Der Ethiktag bot dabei Raum für offenen Austausch, unterschiedliche Meinungen und kritisches Nachdenken. Viele Teilnehmende berichteten von inspirierenden Gesprächen und neuen Denkanstößen.
Eine feste Tradition an der BS28
Der Ethiktag hat sich in den letzten Jahren zu einem festen Bestandteil des Schullebens entwickelt. Bereits in den Vorjahren zeigte sich, wie wertvoll dieser Tag für die gesamte Schulgemeinschaft ist: Alle Bildungsgänge beteiligen sich, und die Themenvielfalt wächst stetig – von sozialem Engagement über Umweltfragen bis hin zu berufsethischen Fragestellungen.
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